Freitag, 30. November 2012

[Gelesen] Das geheime Vermächtnis - Katherine Webb




Kurzinfos



Titel: Das geheime Vermächtnis
Autor/in: Katherine Webb
Verlag: Diana
Genre: Roman
Preis: 9,99 Euro
Seiten: 560



 "Zwei Schwestern, ein brennendes Geheimnis und eine düstere Vergangenheit...
Nach dem Tod ihrer Großmutter erben die Schwestern Erica und Beth das Gut Storton Manor im englischen Wiltshire. Jahre sind vergangen, seit sie den herrschaftlichen Landsitz zuletzt betraten, zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an ihre Kindheit, als ihr Cousin Henry mit zwölf Jahren spurlos verschwand. Doch die Vergangenheit lässt Erica nicht los. Sie liest alte Briefe ihrer Großmutter und gerät immer tiefer in den Bann eines Familiengeheimnisses, das offenbar seit Generationen auf Storton Manor gehütet wird ..." Quelle



Meine Meinung

Mir hat das Buch auf anhieb sehr gut gefallen. Vor allem, weil 2 Geschichten in einer beschrieben werden und dadurch auch noch die Vergangenheit mit der Gegenwart verbunden wurde. Auf der einen Seite war da die Suche Ericas nach dem Geheimnis um ihren Cousin, welcher vor Jahren verschwunden ist und auf der anderen Seite die Geschichte ihrer Urgroßmutter, welche Erica auf ihrer Suche nach der Wahrheit findet. Die Zeitsprünge die dadurch unvermeidbar sind haben mich dieses Mal überhaupt nicht gestört, weil sie in sich durch Kapitel abgeschlossen waren. Außerdem waren sie durch Perspektiven getrennt, denn die Gegenwart von Erica war in der Ich-Perspektive verfasst und die Vergangenheit, welche durch die Sie-Perspektive ihrer Urgroßmutter Caroline verkörpert wird.
Durch die Einschübe der Geschichte von Caroline waren wir als Leser der Protagonistin immer ein wenig voraus, weil wir die Wahrheit bzw die Vergangenheit immer ein wenig eher kannten, aber trotzdem konnte man sich in Hinsicht auf das Geheimnis um ihren Cousin nie mehr Gedanken machen als sie auch.
Insgesamt hat mir die Darstellung der Erinnerungssuche auch sehr gut gefallen, weil immer wieder nicht vorhersehbare Wendungen in Hinsicht auf Henrys Verschwinden gezeigt wurden und die Wahrheit, welche ich euch natürlich nicht verrate am Ende mehr als nur überraschend war.
Die Charaktere, welche sehr überschaubar waren, haben mir alle sehr gut gefallen, da sie sehr gut ausgearbeitet und authentisch waren. Auf der einen Seite war da die erinnerungslose unerbittlich suchende Erica und die durch ihre Erinnerungen depressive Schwester Beth. Dann gibt es den Kindheitsfreund der Beiden, Dinny, welcher die Erinnerungen Beths teilt und der stumme Harry. Außerdem noch die vollkomme psychisch aufgelöste Caroline, die unfähig ist ihr eigenes Kind zu lieben. Sie alle sind auf die eine oder andere Art miteinander verbunden und auch ich als Leserin hab mich mit ihnen verbunden gefühlt. Ich konnte eine Art Beziehung zu den Charakteren aufbauen und habe mit ihnen gefühlt, z.B. als Erica nach einer gemeinsamen Nacht mit Dinny alleine aufwacht und dieser mit seiner Zigeuner-Truppe weiter gereist ist, habe ich ihren Schmerz fühlen können.
Die Perspektiven und der Stil der Autorin sind sehr gut ausgearbeitet und das Buch lässt sich mehr als flüssig lesen und man verschlingt es schneller als man denkt. Die Spannung wird auch immer weiter aufrecht erhalten und so will man doch immer gleich wissen wie es weiter geht.
Am Ende bin ich zwar mit einem undefinierbaren Gefühl zurück geblieben, welches eine Mischung aus Trauer, aber auch Zufriedenheit zu sein scheint, aber das macht das Buch nicht schlecht. Ich vermute dieses Gefühl kommt daher, dass es kein direktes Happy End gab, obwohl alle Geheimnisse letzendes gelöst werden konnte.

Gesamtwertung

Allein die Tatsache, dass ich eine Beziehung zu den Charakteren aufbauen konnte und das ich mit ihnen gefühlt habe, mich mit ihnen gefreut habe, ihre Traue verstanden habe, macht „Das geheime Vermächtnis“ für mich schon zu einem mehr als lesenswerten Buch. Denn für mich gibt es nichts Herrlicheres als Charaktere mit denen man sich identifiziert und mitfühlt. Die Geschichte um diese Charaktere hat mir auch sehr gut gefallen und aus diesem Grund gibt es eine ganz klare Empfehlung von mir. 

Ich hoffe ihr könnt etwas damit anfangen und ein schönes Wochenende wünsche ich euch !

Annie





Montag, 26. November 2012

[Gelesen] Die Tudors/König und Dame - Elizabeth Massie





Kurzinfos:

Titel: Die Tudors – König und Dame
Autor/in: Elizabeth Massie
Verlag: Blanvalet
Genre: Roman
Preis: Als eBook 6,99 Euro
Seiten: 381




"Heinrich VIII. ist bekannt als Ladykiller - im wahrsten Sinne des Wortes. Doch in dem Tyrannen steckten auch ein leidenschaftliches junges Herz und ein reger Geist. Der anhaltende Disput Heinrichs VIII. mit dem Vatikan über die Annullierung seiner ersten Ehe stellt die Weichen für eine Kirchenspaltung, die nicht nur England erschüttern wird. Wer immer sich dem Willen des Königs widersetzt oder es auch nur wagt, sich kritisch zu äußern, begeht Hochverrat. Und auch des Königs neue Liebe Anne Boleyn droht in Ungnade zu fallen, denn auch aus dieser Liaison geht kein männlicher Erbe hervor ..." Quelle



Meine Meinung:

Ich bin eine Liebhaberin der zu dem Buch passenden Fernsehserie „The Tudors“ und sehe sie immer noch sehr gerne. Aus diesem Grund hab ich mir vor einiger Zeit auch einen der dazu gehörenden Romane gekauft. Wer jetzt historisch gut recherchierte Unterhaltung sucht ist leider nicht direkt gut bedient, weil es doch einige Ungereimtheiten gibt. Denn wer sich nur in etwa mit dem Thema auskennt weiß, dass Henry VIII zur Zeit seiner Ehe mit Anne Boleyn nicht mehr der junge Mann war als der er in Serie und leider auch im Buch immer wieder dargstellt wird, denn zu diesem Zeitpunkt war er schließlich schon 20 Jahre mit seiner ersten Frau Katharina verheiratet.
Das sich diese kleinen historischen Ungereimtheiten durch den gesamten Roman ziehen liegt glaube ich direkt daran, dass er auf der Serie beruht und nicht andersherum. Insgesamt hat es sich, bis man sich daran gewöhnt hat, auch wie ein Drehbuch gelesen, denn jede Bewegung wurde teilweise bis ins kleinste beschrieben.
Sprich Massie hatte eine gewisse Liebe zu Details, welche mal gut und mal schlecht sein kann. Denn die Beschreibungen der Folterszenen hatten es wirklich so sehr in sich, dass ich das Buch zwischendurch an einer Stelle aus der Hand legen musste.  Die Beschreibungen von Kleidern, Orten und so weiter finde ich immer sehr ansprechend, weil man dann direkt ein Bild vor Augen hat.
Ansonsten lässt sich sagen, das sich das Buch flüssig und gut liest, was wohl am Schreibstil der Autorin liegt, aber die vielen Zeit- und Ortsprünge innerhalb der Kapitel haben mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen und extrem gestört. Vor allem wenn es sich nur um eine halbe Seite gehandelt hat auf welcher nicht einmal eine nennenswerte oder wichtige Handlung beschrieben wurde.
Für meine Verhältnisse und mein Empfinden gab es auch einfach zu viele Personen, welche alle auf die ein oder andere Art miteinander in Kontakt standen oder ein "Bündnis" hatten. Dadurch waren die meisten Charaktere für mich eher schwer zu durchschauen und ich habe länger gebraucht bis ich sie wirklich halbwegs auseinander halten konnte. 
Ein weiterer negativer Punkt ist, dass man das Gefühl nicht los wird, dass jemand einfach mit geschrieben hat während die Serie im TV lief.


Gesamtwertung:
 
Mir fehlt im gesamten einfach die Tiefe in der Geschichte, denn anders als bei anderen historischen Romanen gibt es kein drumherum indem die historische Geschichte eingeflochten ist. Man wird mit den reinen Fakten (ob diese immer so stimmen ist jetzt mal hingestellt) konfrontiert. Ich werde mir wohl keinen weiteren Roman der Reihe mehr zulegen und vielleicht doch einfach wieder die Serie schauen und vor allem andere historische Romane zu dieser und anderen Thematiken lesen. Das ist nun zwar keine Entpfehlung, aber ein Muss sind „Die Tudors – König und Dame“ wahrlich nicht.

Liebe Grüße
Annie



 

Sonntag, 25. November 2012

Von Anfixerei und Kaufverhalten



Bei I need Sunshine gab es wie so oft eine Montagsfrage (wie bin ich eigentlich auf Monat gekommen im ersten Moment?), welche ich wirklich zu gern beantworten möchte und da ich ja eh nicht so die Heldin im kurzfassen bin. Und bevor es dann zu spät ist mach ich das auch gleich mal.


Bevor ich in die tiefsten Ausführungen vordringe und euch damit wohl zu Tode langeweile und mein Lebensziel erreiche, gibt es eine direkte Antwort: Jein.

Und als nächstes mal eine kurze Erklärung zu diesem Jein. Ich ja erst seit kurzer Zeit meinen eigenen Blog habe, aber Blogs lesen tue ich schon seit über 1,5 Jahren. Ich unterscheide jetzt einfach mal ins Passiv- und Aktivbloggen.  Dementsprechend hab ich mich beim aktivbloggen noch nicht wirklich anfixen lassen, z.B. um etwas unbedingt vorstellen zu können, aber während des Passivbloggens habe ich doch das ein oder andere gekauft.
 
Beim Passivbloggen habe ich eine kleine Entwicklung durchgemacht. Am Anfang war ich vollkommen überwältigt von der bunten Welt der Kosmetik und habe mich sehr sehr schnell anfixen lassen. Vor allem  limitierte Produkte und deren Vorstellungen und Swatches haben es immer wieder geschafft mich in den DM zu bringen und mir die Sachen an zusehen. Zum Glück kann ich von mir behaupten, dass ich es, bis auf eine Ausnahme, nie für nötig befunden habe einer Limited Edition hinterher zu jagen.  Nur Ruby aus einer Alverde Le habe ich wirklich gejagt, weil ich ihn erst in der Hand hatte und dann doch stehen lassen habe, aber im Endeffekt fand ich ihn dann doch so toll, dass ich ihn gekauft habe und jetzt irgendwo verloren habe. :( 

Bei meinem ersten Besuch in London habe ich auch gleich was von Sleek und Barry M gekauft, weil es hier einfach nur bestellbar war oder auch ist (also schwer ranzzukommen = besonders = Haben Müssen -> interessante Hypothese nicht wahr? :D). Ich bereue es wirklich nicht, weil die Palette es wirklich wert ist, aber auch hier zeigt sich das ich mich vom Sleek-Ist-Ja-So-Übertoll-Virus hab anstecken lassen.

Von meiner gewachsenen Sammlung, zum Beispiel von 2 zu beinahe 30 Lippenstiften (manch einer wird lachen bei dieser kleinen Zahl, aber ich finde das viel) möchte ich gar nicht anfangen, denn leider wird das meiste kaum genutzt, da ich morgens nicht viel Lust habe mich fertig zu machen und außer Mascara, Creme und Puder läuft nicht viel, außer wenn ich weg gehe oder mal was ausprobiere. Trotzdem habe ich gekauft, manchmal auch einfach um des Kaufens oder besser Habens willen, aber es waren auch einige sinnvolle Sachen dabei die ich mittlerweile liebe: Meine Wimpernzange, Pinsel und all solche Helferchen.

Mit der Zeit hat sich dieser Kaufrausch auch wieder gelegt, denn auch die ganzen Kleinigkeiten rechnen sich ja am Ende zu einer Menge Geld zusammen. Dementsprechend überlege ich mittlerweile viel ob ich das Geld wirklich für den x. Lippenstift ausgebe oder noch einen  Lack kaufe. Auch die Zeiten in denen ich zig Wimperntuschen hatte sind vorbei, weil ich mittlerweile durch das lesen von Blogs auch immer wieder Reviews lese und somit bewusster entscheide. Früher habe ich einfach alle paar Wochen eine neue gekauft, weil ich  bei meinen mehr als komplizierten Wimpern, immer Fehlgriffe hatte.

Natürlich lassen sich kosmetische Einkäufe nicht vermeiden, aber im Grunde bin ich auf viele andere Sachen umgestiegen und lasse mich mittlerweile eher zum Musik und noch mehr Bücher kaufen überzeugen.
Seit ich wirklich blogge sind eigentlich nur ein paar Bücher auf meine Wunschliste gekommen und ich hab mich nur noch vom Essence Better than Gels Nails Top Sealer anfixen lassen, welchen ich mir dann morgens um 06:50 vor der Uni doch noch kaufen musste, als kleine Freude. Nennt mich ruhig gestört für diese Uhrzeit, aber bei 20 Minuten Wartezeit und einem DM in direkter Nähe..

Ich würde also schlussfolgern, dass ich mein Kaufverhalten mittlerweile doch wieder ziemlich unter Kontrolle habe und das Blogs lesen sogar einen positiven Einfluss auf das Kaufverhalten haben kann, wie man anhand von meinem Mascara Beispiel sehr gut sehen kann.
Ich hoffe jetzt einfach mal ihr seid nicht eingeschlafen und vollkommen abgeschreckt, aber ich musste meinen Senf auch einfach mal abgeben.


Annie